9. Tag, Montag, 2014-08-04, 66 km, 12,93 km/h, 5 Stunden, Cumhuriyet

Der Tag begann super. Das Knie hatte sich richtig gut erholt und hat sich den ganzen Tag nicht nehr gemeldet. Da ist mir ein großer Stein vom Herzen gefallen.

Nach ein paar kleinen Einkäufen fuhr ich zunächst von Karaköy (Stadtteil des Hotels) flach immer am Bosporus entlang bis zum Stadtteil Besiktas.

Von dort wollte ich ursprünglich die Fähre über den Bosporus bis Beykoz nehmen. Da sie aber nur 2x täglich fährt und nächste Abfahrt am Abend war, habe ich von dort die Fähe nach Üsküdar genommen und bin von dort weiter Richtung Beykoz mit dem Fahrrad gefahren.

Hinter dem Ort verließ die Straße die Küste und verlief ein Stück weit in einem wunderschönen, grünen und flachen Tal, bis es dann plötzlich links ab ging mit einer sofort anfangenden, 2 km langen Schiebesteigung bis auf 280 hm. Das hatte ich nicht mehr erwartet.

Zuerst war ich skeptisch wegen des Knies, doch das meldete sich selbst hier nicht.

Auf der Karte war zu sehen, dass die gelbe Straße hinter dem Berg wieder die Küste erreicht und dann immer dran lang weiter verläuft.

Nach dem sehr Starken Abstieg von 280 auf 0 hm verlief die Straße auch tatsächlich wie eingezeichnet an der Küstenlinie entlang. Nur: Sie war gesperrt! Militärisches Schutzgebiet, richtig mit Wachen usw.

Ein Offizier erklärte,mir, ich müsse wieder zurück in die Berge und die Sperrzone umfahren.

Das kostete mich 40 km Umweg und weitere, heftige und lange Schiebesteigungen.

Zu allem Überdruss mußte ich feststellen, dass mein Batterieladegerät spinnt und mir Batterien als geladen anzeigte, die überhaupt nicht geladen wurden. Ergebnis: Der Garmin hatte keinen Strom mehr und damit fiel die elektronische Navigation aus. Prima, gell?

Wars das? Mitnichten! Aus einem unerfindlichen Grund hießen einige Ortschaften in Wirklichkeit anders, als auf meiner Karte eingezeichnet. Kommentar eines Einheimischen: Manchmal haben die Orte 2 Namen …
Klasse, was? Das führte zur zeitweisen Desorientierung. Und das mir!

Unterwegs bekam ich den Neubau der 3. Bosporusbrücke zu sehen und die breiten Schneisen, die hier brutal in die Landschaft geschnitten wurden.
Aber das beste zum Schluß: Das Knie hat gehalten! 😃
Mutten in den Bergen hab ich dann ein Hotel in Cumhuriyet gefunden.

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