10. Tag, Dienstag, 2014-08-05, 61 km, 11,39 km/h, 05:22 Stunden, Akcakese

Anstrengend. Sehr anstrengend! Ständiges auf und ab, immer wieder längere Schiebesteigungen. Wenn das so weiter geht, muss ich den Plan ändern 😦

Von Cumhuriyet gings zurück zur Hauptstraße und dann erstmal Richtung SO zur Straße 020. Schöne, anspruchsvolle Rennradstrecke, leider nicht wirklich für Tourenrad mit Gepäck geeignet.

Zunächst habe ich mich bis Sile (gesprochen: „Schilä“) durchgekämpft. Dort fand ich eine Werkstatt, die mir den Hilfswinkel des Lowriders mit Argon schweißen konnte. Dazu kam dann ein Türke, der 41 Jahre in Deutschland gearbeitet hat und sein Rentnerdasein in seinem Geburtsort verbringt. Er hat mir sehr helfen können, da er perfekt Deutsch sprach.

Ursprünglich wollte ich noch 50 km weiter fahren, habe aber nur 20 geschafft. Es wurde immer später. Laufend kleine Ortschaften, aber keine Hotels, Campingplätze oder ähnliches.

Vor Akcakese kam dann die ultimative Schiebesteigung, bei der ich an 2 Stellen sogar überlegt habe, das Gepäck 500 m vor zu tragen und das Fahrrad dann nach zu holen. Im Ort habe ich dann erstmal in einer Kneipe einen Tee getrunken.

Der Wirt und andere Leute sagten, bis zum nächsten Hotel wären es noch 20 km. Es war schon 19:15 Uhr, die Sonne stand tief. Bei dem Gelände konnte ich das unmöglich im Hellen schaffen. Also stellte ich mich auf eine Nacht in der Nähe der Straße und ohne Dusche ein.

Keinen km hinter dem Ort zeigten auf einmal Schilder einen Abzweig zu einem Campingplatz. Es schien allerdings steil ab bis zum Meer zu gehen. 180 hm! Und wenn ich dann unten ankomme und da ist, wie so oft, nichts?

Ich fuhr runter, Strand ist ja nicht schlecht, und landete in einem „Westerncamp“ mit Cowboys und Co. Ein Areal sah aus wie für Zelte angelegt. Es war alles offen, aber niemand da. Ein Waschhaus war auch nicht zu sehen, geschweige denn Rezeption oder Wlan.

Ich hörte das Meer und fuhr erstmal dort hin. Da gab es doch tatsächlich einen kleinen Campingplatz direkt am Strand, neben an ein großes, voll besetztes Restaurant und eine Anlage mit kleinen Block-Bungalows aus Holz. Ich fragte nach einem Hotel und die sagten ja! Sie zeigten auf die kleinen Bungalows.

Da gab es ein Doppelbett, einen Schrank und ein voll eingerichtetes Bad. 40 Euro. Mit Frühstück. Und Abenddinner. Da hab ich sofort zugeschlagen. Ein Hüttchen war noch frei.

So etwas hätte ich heute überhaupt nicht mehr erwartet.

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