11. Tag, Mittwoch, 2014-08-06, 61 km/d, 688 km, 11,36 km/h, 5:22 Stunden, Kandira

Wechsel zu Plan B.
Untertitel: „Jetzt ist Schluss mit lustig“

Ein netter Türke aus Saarbrücken hat mich nach dem Frühstück mitsamt Fahrrad und Gepäck hoch an die Hauptstraße gefahren. Das war wirklich klasse. Der Abstieg gestern war so steil, dass ich dachte, mir fliegen gleich die Bremsblöcke raus.

Nachdem es heute wieder nur sehr steil auf und ab ging und ich das von mir gesetzte Tagespensum wieder nicht erreichen konnte, habe ich mich nach 17 km am Vormittag entschieden, die Küstenstrecke aufzugeben.

Mehrere Interviews mit Einheimischen zum weiteren Verlauf der Küstenstrecke bestärkten mich darin. Einheitliche Meinung: bleib hier an der Küste, hier ist es schöner und kühler, mit den Bergen gehts so weiter an der gesamten türkischen Schwarzmeerküste. Letzteres war ausschlaggebend für die Entscheidung.

Plan B bedeutet: Im Landesinneren, südlich des pontischen Gebirges, in der Ebene die Straße D100 über Ankara Richtung Erzurum zu nehmen. Das war auch der erste Plan, da ich über die Strecke genügend Informationen hatte. Heiß und staubig, überwiegend parallel zum Gebirgszug verlaufend.

Die Informationen über die Küstenstrecke waren eher dürftig: Feuchter, kühler, wesentlich schöner. Stimmt auch. Nur gabs keine detaillierteren Informationen zum Höhenverlauf.

Nach den 17 km am Vormittag fiel dann die Entscheidung. Bis 18:00 Uhr hatte ich dann grad einmal 38 km geschafft und das nächste Hotel oder Zeltplatz war 23 km entfernt. Das wird knapp.

Zum Glück kam ich zwar bereits nach Sonnenuntergang, aber im Hellen an. Da war ich beruhigt.

Ein Hotel zu finden, gestaltete sich aber dann doch schwieriger als erwartet. Viele Menschen machten unterschiedliche Angaben zur Anzahl der Hotels – von 0 (!) bis 4 und über deren Lage. In keinem Fall hat es gestimmt.

Die Polizei führte mich dann zu einem zweifelhaften Hotel. Davor fing mich dann ein pensionierter türkischer Lehrer ab, der mich zu einem anderen Hotel führte und mich unterstützte. Anschließend lud er mich noch zum essen ein.

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